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Der Beirat

Ein Schriftlogo mit der Aufschrift Revolution Demokratie

Welche Funktion hat der Beirat?

Der Beirat berät die Sächsische Staatskanzlei in Fragen der historischen Ereignisse 1918/1919 und 1989/1990. Er wirkt bei der Konzeption von Veranstaltungen mit und trägt zur Vernetzung der mit diesen Jubiläen befassten Institutionen und Initiativen bei. Die Förderrichtlinie des Förderprogramms »Revolution und Demokratie« ist mit seiner Unterstützung verfasst worden. Eine wesentliche Aufgabe des Beirats ist es, die Projektanträge inhaltlich zu prüfen und diejenigen Projekte auszuwählen, die finanziell gefördert werden sollen.

Die Mitglieder des Gremiums wurden vom Chef der Staatskanzlei berufen, der auch den Vorsitz führt. Dem Beirat gehören Landtagsabgeordnete sowie Vertreter der Kirchen, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, des Sächsisches Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung und aus Vereinen, Stiftungen und Institutionen, die sich mit der Thematik befassen, an. Die pluralistische und ausgewogene Zusammensetzung sorgt für eine sachliche und faire Auswahl der Projekte im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel.

Die Beiratsmitglieder

Ein Mann im Portrait. © Andreas Schönfelder

Andreas Schönfelder wurde 1958 in Oberschlema geboren. Er lebt in Großhennersdorf. 

Der gelernte Baufacharbeiter absolvierte im Jahr 1981 eine zusätzliche Ausbildung zum Krankenpfleger.

1982 erwarb Schönfelder ein Haus in Großhennersdorf, das zum Anlaufpunkt kritischer Oppositioneller aus der ganzen DDR wurde. Schönfelder organisierte bis 1985 inoffizielle Ausstellungen sowie Demonstrationen und baute 1987 die zweite Umweltbibliothek in der DDR nach dem Vorbild der Berliner Umweltbibliothek in sienem Haus auf.

Zusammen mit Reinhard Bütikofer gilt Schönfelder als Wegbereiter der Gründung der Bündnis 90 / Die Grünen in Sachsen.

1990 – 94 war Schöngfelder im Kreisrat für Bündnis 90 / Die Grünen im Landkreis Löbau / Zittau, 1990 – 94 Mitglied des Gemeinderats u. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Großhennersdorf. Seit 1990 engagiert sich Schönfelder in der politischen Bildungsarbeit der Umweltbibliothek Großhennersdorf e. V. und gründete 1991 Gründung den Verein »Begegnungszentrum im Dreieck e. V.«. In den Jahren 1993 – 96 studierte er Sozialpädagogik.

Seit 2004 ist er Beiratsmitglied der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und der Marion-Dönhoff-Stiftung in Hamburg. Schönfelder ist Mitautor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichnungen der Umweltbibliothek Großhennersdorf.

 

 

Ein Mann im Portrait. © Christian Bürger

Peter-Christian Bürger wurde 1956 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geboren.

Er war wegen seiner oppositionellen Tätigkeit politisch Inhaftierter der DDR Diktatur. Bürger ist als Vorstandsmitglied des Lern und Gedenkort Kaßberg Gefängnis Chemnitz e.V. tätig und Mitglied im Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.

Er arbeitet als Referent im Zeitzeugenbüro der Bundesstiftung Aufarbeitung des SED Unrechts Berlin und ist Sprecher der Botschaftsflüchtlinge Prag 89.

Ein Mann im Portrait © Christoph Seele

Christoph Seele wurde 1964 geboren.

Der Oberkirchenrat vertritt als Beauftragter der evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen die Interessen der evangelischen Kirchen auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen gegenüber der Legislative und der Exekutive des Freistaates Sachsen.

Zudem ist er Ansprechpartner für alle evangelischen Abgeordneten im Sächsischen Landtag, sowie im deutschen Bundestag und dem Europaparlament, sofern diese aus Sachsen kommen.

Eine Frau im Portrait © Claudia Maicher

DR. Claudia Maicher wurde 1978 in Erfurt geboren. Sie lebt in Leipzig, ist verheirat und hat zwei Kinder.

Nach ihrem Abitur studierte Maicher von 1997- 2004 Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Leipzig. Von 2004 bis 2009 war sie als ERASMUS-Koordinatorin tatig. 2011 promovierte sie zum Dr. rer. pol. an der Universität Leipzig.

Seit 2005 ist Maicher Mitglied der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, in der sie von 2008 bis 2014 Mitglied des Landesvorstands und von 2010 bis 2014 Landesvorsitzende war. In den Jahren 2009  bis 2014 und seit 2016 ist Maicher Mitglied des Landesparteirates.
Darüber hinaus ist Maicher Mitglied in folgenden Vereinen: Montessori-Schulverein Leipzig e. V., Leipzig-Travnik e.V., DAKS e.V.
Seit 2014 ist Maicher Mitglied des Sächsischen Landtags.

Ämter und Mitgliedschaften in Ausschüssen und Gremien

  • Mitglied Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien
  • Mitglied Europaausschuss
Eine FRau im Portrait. © Dr. Eva Maria Zehrer

Dr. Eva Maria Zehrer wurde 1963 in Halle/S. geboren und lebt in Dresden. Die studierte Theologin ist als Referatsleiterin für Veranstaltungen in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung tätig.

Eine Frau im Portrait. © Gesine Oltmanns

Gesine Oltmanns wurde 1965 im Erzgebirge geboren. Sie ist verheiratet und hat neun Kinder.

Von 1983 bis 1989 arbeitete sie in verschiedenen Menschenrechtsgruppen in Leipzig. Insbesondere in den Jahren 1988 und 1989 leistete sie offensive oppositionelle Arbeit mit Protestaktionen und Demonstrationen in Leipzig. Im Jahr 1989 kam sie in Untersuchungshaft.

Im Herbst 1989 war sie Aktivistin bei den ersten Montagsdemonstrationen in Leipzig, 1990 im Bürgerkomitee zur Auflösung des MfS und bis 1994 Mitarbeiterin des Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen in der Außenstelle Leipzig, für die politischen Rehabilitierungsprozesse.

In den Jahren 1993 bis 1995 studierte Oltmanns Jura. Seit 2009 ist sie in politischen Bildungsprojekten mit zeitgeschichtlichem Hintergrund aktiv.

Eine Frau im Portrait. © SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

Hanka Kliese wurde 1980 in Pasewalk geboren. Sie lebt in Chemnitz und hat ein Kind.
 

Nach ihrem Abitur leistete Kliese von 1998 bis 1999 ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Behindertenhilfe. Von 2000 bis 2006 studierte sie Politikwissenschaft und Erwachsenenbildung an der Technischen Universität Chemnitz und schloss mit dem Abschluss Magistra Artium ab. In den Jahren 2006 bis 2008 war Kliese als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag tätig. 1997 trat sie den Jusos Chemnitz bei und im Jahr 2000 in die SPD ein.
Kliese ist seit 2009 Mitglied des Sächsischen Landtags.

Ämter und Mitgliedschaften in Ausschüssen und Gremien

  • stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende
  • Mitglied Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien
  • Vorsitzende Bewertungsausschuss
  • Mitglied Verfassungs- und Rechtsausschuss
Ein Mann im Portrait. © Herbert Wagner

Dr. Herbert Wagner war 1989/90 Sprecher der oppositionellen Dresdner Gruppe der 20.

In den Jahren 1990 – 2001 war er Oberbürgermeister von Dresden. Seit 2010 ist er als Vorsitzender des Vereins »Erkenntnis durch Erinnerung e.V.« - Trägerverein der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden tätig.

Ein Mann im Portrait © MArko Schiemann

Marko Schiemann wurde 1955 in Bautzen geboren. Er lebt in Bautzen, ist verheiratet und aht vier Kinder.

Schiemann besuchte die Oberschule in Bautzen und machte eine Lehre zum Vermesser in Dresden. Er studierte Geodäsie in Dresden und machte 1979 sein Staatsexamen. Er arbeitete unter anderem als Vermessungsingenieur bei Geodäsie und Kartographie in Dresden und als Objektingenieur in Mittelrussland im Bereich Erdgasanlagenbau. Schieman war auch als Objektingenieur bei einer Geologenexpedition in der Mongolischen Republik im Jahr 1989 tätig.
 

Seit März 1990 ist Schiemann Mitglied der CDU, Mitglied des CDU-Landesvorstands und Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU.

Darüber hinaus ist er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Beratender Ingenieure - Vermessung, Präsident des FC Landtag, Mitglied des Europäischen Sicherheitsforums, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gesetzgebung seit 1991, Vorsitzender des LACDJ in Sachsen, Mitglied des Bundesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen seit 1991, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), Mitglied Partnerschaft der Parlamente e. V., Mitglied des Sächsischen Landtags seit Oktober 1990 sowie rechtspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion von 1990 bis 2014 und seit 2014 europapolitischer Sprecher und Vorsitzender des Arbeitskreises Europa. Ebenso ist Schiemann Mitglied der Parlamentarischen Gruppe Bahn im Freistaat Sachsen.

Ämter und Mitgliedschaften in Ausschüssen und Gremien:

  • Vorsitzender Wahlprüfungsausschuss
  • Mitglied Verfassungs- und Rechtsausschuss
  • Mitglied Innenausschuss
  • Mitglied Europaausschuss

Marko Schiemann: »Die Friedliche Revolution 1989 war im Schutz der Kirchen gereift. Die Kirchen haben Generationen schützend begleitet und die Erinnerung an Wertebewusstsein, an Freiheit und Demokratie sowie an Gerechtigkeit und an solidarisches Handeln wachgehalten. Bewahren wir diese Ansprüche für eine menschliche Gesellschaft.«

Ein Mann im Portrait. © Pawel Sosnowski

Oliver Schenk wurde 1968 in Dachau geboren. Er ist verheiratet, römisch-katholisch und lebt mit seiner Familie in Dresden.

Nach dem Abitur studierte er Volkswirtschaft in Münster. Mit dem Abschluss als Diplomvolkswirt begann Oliver Schenk seine berufliche Laufbahn 1994 im sächsischen Staatsdienst zunächst im Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung. Im Jahr 1999 wechselte er ins Finanzministerium zunächst als Redenschreiber, später als Büroleiter des Finanzministers.

Von 2002 bis 2005 war Oliver Schenk Büroleiter des Ministerpräsidenten Georg Milbradt. Von 2005 bis 2009 war er Abteilungsleiter für Ressortkoordinierung und Abteilungsleiter für politische Planung, Bundesangelegenheiten und Internationales in der Sächsischen Staatskanzlei. Anschließend wechselte Oliver Schenk ins Sächsische Staatsministerium des Innern als Abteilungsleiter für Verwaltungsmodernisierung und IT.

Im Jahr 2010 wechselte Oliver Schenk nach Berlin und wurde Bereichsleiter in der Bundesgeschäftsstelle der CDU Deutschlands. Von 2014 bis 2017 war er Abteilungsleiter für Grundsatzfragen und Telematik im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin.

Seit dem 18. Dezember 2017 ist er Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Chef der Sächsischen Staatskanzlei.

Ein Mann im Portrait. © Uwe Schwabe

Uwe Schwabe wurde 1962 in Leipzig geboren. 1987 war er Mitbegründer der Oppositionsgruppe »Initiativgruppe Leben«. Seine Person wurde seit 1987 durch das MfS im Operativen Vorgang »Leben« und der Operativen Personenkontrolle »Willi« »bearbeitet«. Im Januar 1989 kam er in Untersuchungshaft wegen Verteilung von Flugblättern und Aufruf zur Demonstration für Meinungsfreiheit.

Seit 1984 beteiligte sich Schwabe an der Vorbereitung und Durchführung von Friedensgebeten in der Leipziger Nikolaikirche und anschließenden Meetings und Demonstrationen auf dem Nikolaikirchhof. 1989 war er Mitbegründer des Neuen Forums Leipzig. In den Jahren 1991-1993 leitete Schwabe das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. Schwabe ist zudem seit 1993 im Vorstand des Vereins und seit 1994 Mitarbeiter bei der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.

Ein Mann im Portrait. © Winfried Müller

Prof. Dr. Winfried Müller ist Direktor des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden. Von 1999 bis 2018 war Müller Inhaber des Lehrstuhls für Sächsische Landesgeschichte an der Technischen Universität Dresden. Seine Forschungsschwerpunkte sind die sächsische Geschichte insbesondere des 18. bis 20. Jahrhunderts, die Dresdner Stadtgeschichte, historische Erinnerungs- und Jubiläumskultur sowie die Lebensreformbewegung um 1900. 

Er wirkte an an mehreren Ausstellungen zu Geschichte und Kultur Sachsens mit und begleitet zur Zeit die vierte Sächsische Landesausstellung zur Industriekultur.

Ein Mann im Portrait. © Wolfgang Sachs

Wolfgang Sachs wurde 1942 in Plauen geboren. Er ist als selbstständiger Elektroinstallateurmeister tätig, verheiratet und hat einen Sohn.

Zudem ist Wolfgang Sachs Initiator und Projektleiter des Plauener Wendedenkmals, das am am 7. Oktober 2010 eingeweiht wurde.

Ein Mann im Portrait. © Mike Schmeitzner

Prof. Dr. Mike Schmeitzner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden und lehrt als apl. Professor Neuere und Neueste Geschichte an der TU Dresden.

Seine Forschungsschwerpunkte bilden unter anderem die Geschichte Sachsens in der Weimarer Republik und unter zwei Diktaturen sowie die Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone und (frühen) DDR. Er forscht außerdem zu Diktaturkonzepten.

Eine Frau im Portrait © Steffen Giersch / Archiv LASD

Nancy Aris, Jahrgang 1970,  ist Historikerin und Autorin. Sie studierte Russistik, Polonistik und Neueste Geschichte in Berlin, Moskau und Wrocław.

Danach war sie Stipendiatin im Graduiertenkolleg »Kulturelles Bewusstsein und sozialer Wandel in der russischen und sowjetischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts« am Lotmann-Institut der Ruhr-Universität-Bochum. Dort promovierte sie zur Geschichtsschreibung im Stalinismus, was umfangreiche Archivrecherchen in Moskau einschloss.

Seit 2003 ist sie als stellvertretende Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur tätig. Nancy Aris vertritt den Freistaat Sachsen im Beirat des BStU. Sie ist zudem Mitglied im Beirat der Point-Alpha-Stiftung. Nancy Aris begleitet verschiedene Forschungsvorhaben und hat selbst diverse Publikationen zur Diktaturgeschichte vorgelegt (u. a. Via Knast in den Westen. Das Kaßberg-Gefängnis und seine Geschichte (2012) / Das lässt einen nicht mehr los. Opfer politischer Gewalt erinnern sich (2015)). 2014 erschien das Reisetagebuch »Passierschein, bitte! Nachtnotizen aus Wladiwostok« und 2015 der Roman »Dattans Erbe“.

Nancy Aris lebt in Dresden.

 

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